New Work für KMUs: Mit flexiblen Arbeitszeiten effizienter werden

New Work für KMUs: Mit flexiblen Arbeitszeiten effizienter werden

27. Januar 2022 New Work

Der Trend New Work ist gekommen, um zu bleiben. Hierbei drehen sich viele Diskussionen um das Flexibilisieren von Arbeitszeiten. Weg von 9 to 5 und hin zu… Ja, was denn genau?

Coworking

Flexible Arbeitszeiten sind ein wichtiges Kriterium, damit kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) langfristig gute Mitarbeiter gewinnen und halten können. KMUs können ungemein davon profitieren, den eigenen Mitarbeitern mehr Vertrauen und Flexibilität bei der Gestaltung der eigenen Arbeitszeit einzuräumen. In diesem Artikel klären wir darüber auf, was die Vor- und Nachteile von flexiblen Arbeitszeiten sind und welche Kriterien bei der Implementierung von neuen Arbeitsmodellen zu beachten sind.

Was versteht man unter flexiblen Arbeitszeiten?

Hinter dem Ausdruck verbirgt sich einfach gesagt eine flexiblere Form der Arbeitszeiteinteilung, die von dem normalen 9 to 5 Arbeitsrhythmus abweicht. Je nach Grad der Flexibilisierung können Mitarbeiter die eigene Arbeitszeit täglich frei einteilen, um eine bessere Work-Life-Balance zu erreichen. Mehr als 90 % aller Angestellten wünschen sich eine flexiblere Planung von Beruf und Privatleben.

Das Arbeitgebergesetz schafft für neue Arbeitsmodelle eine grobe Rahmenbedingung. Das Arbeitszeitgesetzt sieht hierbei maximale Arbeitszeiten, Ruhepausen, Verbot von Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie Regelungen für Nacht- und Schichtarbeit vor. Unternehmen haben somit weitgehend eine freie Gestaltung für eigene Flexibilisierungsmöglichkeiten, die jedoch im Arbeitsvertrag vermerkt werden müssen.

Welche Vorteile bieten flexible Arbeitszeiten?

Laut aktuellen Studien bieten nur knapp 41 % aller deutschen Unternehmen ihren Angestellten neben flexiblen Arbeitszeiten auch die Möglichkeit auf Heimarbeit. Angesichts der täglich anfallenden Aufgaben außerhalb der Arbeit, wie Familie, Kinder und Pflichttermine, ist dies nicht gerade viel. Eine Entlastung sollte jedoch im eigenen Interesse des Arbeitgebers sein, um genügend Fokus und Engagement auf die eigene Arbeit zu gewährleisten.

Sonst wird die Arbeit zu einem großen Stressfaktor, die nur neben anderen Dingen „erledigt“ werden muss.  Mitarbeitende möchten deshalb keine Abstriche mehr im Privatleben machen und fordern aus gutem Grund, dass der eigene Job genügend Spielraum für das eigene Leben lässt. Flexible Arbeitszeiten fördern somit ungemein die Arbeitsmoral.

Coworking Frauen

Sind flexible Arbeitszeiten eine Herausforderung für KMUs?

Auch wenn es für viele KMUs anfangs herausfordernd sein kann, den Wünschen der eigenen Mitarbeitenden gerecht zu werden: Flexible Arbeitszeiten haben eindeutige wirtschaftliche Vorteile. Laut Forbes verzeichnen Arbeitgeber, die flexibles Arbeiten anbieten ein höheres Mitarbeiter Engagement, weniger Fehlzeiten und eine längere Mitarbeiterbindung an das Unternehmen. Die Schaffung eines familienfreundlichen Umfelds durch neue Arbeitszeitmodelle und Homeoffice sind starke Faktoren, wenn es um das Recruiting wertvoller Mitarbeiter und jüngeren Generationen geht.

Women checking smartphone coffee drinking

Besonders Eltern ziehen jedoch aus der Verpflichtung zur Nutzung von flexiblen Arbeitszeitmodellen eher Nachteile. Ist beispielsweise die Arbeit im Homeoffice verpflichtend, legen Mütter und Väter häufig auf das Arbeitszeitkonto drauf. Führungskräfte sind hier in der Verantwortung, auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu achten.

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Welche Tipps gibt es für die Implementierung von flexiblen Arbeitszeiten?

KMUs können flexible Arbeitszeitmodelle mit Hilfe folgender Punkte einfach implementieren:

  1. Flexibilität über Arbeitszeiten hinaus: KMUs müssen anfangs herausfinden, welche flexiblen Arbeitspraktiken die eigenen Mitarbeiter bevorzugen. Dies können auch Modelle wie Homeoffice, Teilzeitarbeit oder Job-Sharing sein.
  2. Vertrauen zeigen: Mitarbeiter und Führungskräfte müssen sich gegenseitig vertrauen, um flexibel arbeiten zu können. 
  3. Testphase starten: KMUs können eine Betaphase für das eigene Arbeitszeitmodell ausrollen.
  4. Fair bleiben: Ein fairer und konsistenter Ansatz ist Pflicht. Ein einziges Arbeitszeitmodell wird nicht allen Mitarbeitern gerecht – deshalb müssen verschiedene Lösungen her.
  5. Auf Technologie setzen: Auch für kleinere Unternehmen gibt es passende Lösungen, um dezentrales Arbeiten anzubieten.

Welche Formen der flexiblen Arbeitszeit gibt es?

  • Gleitzeit
  • Homeoffice
  • Teilzeit
  • Verkürzte Arbeitswochen
  • Job-Sharing

In der neuen Arbeitswelt als KMU erfolgreich sein

Flexible Arbeitszeiten im eigenen KMU zu etablieren ist einen Versuch wert und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. In der heutigen Zeit kommen Unternehmen nicht mehr darum herum, den Mitarbeiter und dessen Wünsche in den Fokus zu stellen. Um langfristig in der neuen Arbeitswelt erfolgreich zu sein und wertvolle Mitarbeiter zu gewinnen, müssen KMUs mit der Zeit gehen. Flexible Arbeitszeiten fördern Vertrauen, Arbeitsmoral und nicht zuletzt auch die Produktivität.

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