New Work: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen

New Work: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen

22. Januar 2021 New Work

Die Corona Pandemie hat für viele Unternehmen und Mitarbeiter die Büro-Situation auf den Kopf gestellt. Das von vielen früher oft herbeigesehnte Home Office wurde zwangsläufig vielerorts der Normalzustand. Während jedoch zwischenzeitlich viele zurück ins Büro beordert wurden, geht die Diskussion um die Bedeutung der mobilen Arbeit weiter. Dabei verändert sich auch das Verständnis des „New Work“ Konzepts.

Auch schon vor 2020 wurde New Work viel diskutiert. Dabei lag der Fokus jedoch meist auf dem Firmenbüro und wie sich dieses verändern müsse: Mehr Open Spaces, Rückzugsorte, Lounges. Dezidierte Arbeitsplätze wurden vielfach bereits gänzlich abgeschafft – Mitarbeiter buchen sich morgens einen freien Tisch und verlassen diesen nach getaner Arbeit wieder. So wird der kreative Austausch unter den Kollegen gefördert, so die Vermutung. Dazu kommen Spielereien wie Café-Bereich mit Barista, Hängemattenlounge für erträglichere Videokonferenzen und ein reiches Angebot an Networking Events oder Teambuilding am Firmen-Kickertisch. 

„New Work“ vor Corona: Alter Wein in neuen Schläuchen

Ein Hauch von Silicon-Valley-Wind mit einem kleinen Touch Club-Urlaub begann auch durch deutsche Bürotürme zu wehen. Hinter dieser Fassade der Mitarbeiterzufriedenheit verbirgt sich jedoch eine andere Absicht: Das Büro so komfortabel wie möglich zu gestalten. Doch nicht, um die eigenen Mitarbeiter unbedingt glücklicher zu machen, sondern viel mehr, damit diese möglichst viel Lebenszeit im Büro verbringen. An sich hat dieser Ansatz nichts Verwerfliches, allerdings geht man bei dieser Auffassung von „New Work“ davon aus, dass die Arbeitswelt noch immer so funktioniert wie vor 50 Jahren. Eine/r geht arbeiten, am besten „from 9 to 5 to 9“, kann und soll möglichst lange im Büro bleiben, die/der andere kümmert sich um Haus und Kind. Dass die Lebenssituation der meisten Menschen sich aber grundlegend verändert hat und diese Grenze verschwimmt, wird von dieser Auffassung von New Work gänzlich vernachlässigt – man müsste also in der Konstellation eigentlich eher von „Old Work with a new Anstrich“ sprechen.

New Work – oder auch: Home Office-Extrem

Mit dem Ausbruch der Corona Pandemie wurden diese Trends jäh gestoppt: Optimierte Büroflächen, insbesondere großzügige Open Spaces, waren monatelang verwaist. Ganze Belegschaften arbeiteten von zuhause. Und siehe da: Auch das funktioniert – Digitalisierung sei Dank! Und viele sind darüber gar nicht mal so unglücklich. Die vielen Bälle des Lebensalltags gleichzeitig in der Luft zu halten fällt eben doch leichter, wenn man nicht jeden Tag wertvolle Lebenszeit im Berufsverkehr verliert. Auch die Flexibilität steigt erheblich, wenn der eigene Lebensmittelpunkt nicht kilometerweit entfernt ist. Allerdings kann nicht jeder vom Küchentisch aus wichtige Telefonkonferenzen führen und konzentriert Excel-Tabellen trimmen – inklusive Kindergeschrei im Hintergrund funktioniert das auch nur begrenzt gut. Nicht jeder Haushalt hat ein (oder zwei) Arbeitszimmer mit Schreibtisch und ergonomischem Stuhl zur Verfügung.

Quo Vadis Home Office?

Die Vorteile von Home Office liegen auf der Hand: Mehr Flexibilität für Mitarbeiter, die eigenen Lebenssituationen selbst zu gestalten und mehr Lebenszeit dank weniger Berufspendeln. Gleichzeitig ist die derzeitige Situation nur begrenzt langfristig tragbar: Mangelhafte Arbeitsbedingungen, fehlender persönlicher Austausch mit den Kollegen oder FOMO (fear of missing out), wenn man nicht wenigstens ab und zu unmittelbar am Puls des Firmenlebens dran ist. 

Die Wahrheit liegt also irgendwo dazwischen. Viele Mitarbeiter werden, trotz Deluxe-Office in der Innenstadt, nicht mehr akzeptieren, dass Home Office nicht auch eine ergänzende Lösung für das eigene Arbeitsmodell ist. Gleichzeitig wird es viele, die derzeit an ein mangelhaftes Home Office gebunden sind, auch wieder zurück in das Büro ziehen. Wer jetzt also New Work richtig umsetzen will, sollte sich von der Idee lösen, Mitarbeiter mit Hilfe von vermeidlich sinnvollen Features möglichst lange in der Firmenzentrale zu binden. Viel mehr muss New Work bedeuten, Menschen die Möglichkeit zu geben ihre Arbeitsplatzsituation der persönlichen Lebenssituation anzupassen.

New Work durch agile Methoden

Das bedeutet deutlich mehr Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsort- und zeit. Dass dabei auch die Firmenzentrale für neue Arbeitsformen angepasst wird, schließt sich dabei nicht aus. Aber: Wer New Work wirklich konsequent zu Ende denken will, muss sich vom Firmenbüro als zentralem Gegenstand dieses Konzepts lösen und stattdessen den Menschen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie deren Bedürfnisse zum Kern der Diskussion machen. Und das bedeutet eben nicht nur ein attraktives Firmenbüro, sondern mehr Freiheit bei der Wahl des Arbeitsortes und der Gestaltung der Arbeitszeit.

Die modernen Arbeitsplätze von SleevesUp! sind die perfekte Lösung für eine flexible Arbeitswelt in deinem Unternehmen.